Das Thema „Flucht“ im Religionsunterricht und darüber hinaus

Nahezu täglich sieht man in den Nahrichten Bilder von Booten mit vielen Flüchtlingen, die zur Zeit mit überfüllten und teilweise nicht hochseetauglichen, Schiffen und Schlauchbooten unterwegs sind.

Auch wir wollten im Schuljahr 2015/2016 das Thema „Flucht“ aufgreifen und dies in verschiedenen Formen zur Sprache kommen lassen. Den Auftakt bildete der Wortgottesdienst zu Beginn des Schuljahres.

Weitere Projekte folgten  allerdings im Laufe des Schuljahres. So erarbeitete zum Beispiel die Klasse 4.2 eine Ausstellung mit der Überschrift „ Gott im Umgang mit dem Fremden begegnen- Ein Projekt zum Bild von Azariah Mbatha“.

 

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Das Bild ist ein Linolschnitt von dem Künstler Mbatha, der aus vielen kleinen Episoden ein großes Gesamtbild geschaffen hat, die sich alle mit dem Umgang mit dem Fremden beschäftigen.

So sieht man z.B. die Emmausjünger, die einem Fremden begegnen, ihn zu sich nach Hause einladen und erst dann merken, dass sie mit Jesus unterwegs sind oder Menschen die auf der Flucht sind.

Ausgehend von diesen Ereignissen hatten die Schüler in der Ausstellung die Einzelbilder interpretiert und sie mit den derzeitigen Fluchtrouten und Fluchtsituationen aktualisiert.

 

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Sie hatten sich  auch damit beschäftigt, wo die Flüchtlinge herkommen, warum sie flüchten, wohin sie flüchten, wie man mit ihnen in dem Land in dem sie ankommen umgeht, was Fremdenhass und Xenophobie ist und was die Bibel zum Umgang mit Fremden sagt.

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Diese Ergebnisse wurden anschließend im Préau ausgetellt, so dass viele andere Klassen die Ausstellung betrachten konnten und sich ein Bild über die Herkunft der Flüchtlinge und den Umgang mit ihnen machen konnten. Besonders deutlich wurden dabei die Bibelstellen Levitikus Kapitel 19 Vers 33 und Buch Genesis Kapitel 18 Verse 2-8 hervorgehoben in denen es heißt:

 

„Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst.“

 

„Sei gastfreundlich zu den„Fremden“ und lass ihnen deinen Schutz zukommen.“

 

Unter diesem Motto wurde auch im Religionsunterricht in der secondaire (viele Klassen der secondaire haben auch die Ausstellung der sechsten Klasse besucht) über die Flüchtlingssituation gesprochen. Auch bei den Veillées war das Thema Flucht ein großer Schwerpunkt.

So machten sich die Schüler der Klassen 3.2-4.2 und der secondaire technique Gedanken darüber, wie man den Flüchtlingen helfen kann. In Kooperation mit Young Caritas  wurde überlegt, was die Neuankömmlinge  dringend brauchen. Anschließend  haben sie Geschenke für die in Luxemburg lebenden Flüchtlinge gepackt, die mit Winterkleidung, Hygieneartikel, Spielsachen und Büchern gepackt wurden. Young Caritas sorgte dann dafür, dass die Geschenke auch wirklich zu Weihnachten ankamen.

Fremdenhass und Xenophophie (Angst vor dem Fremden) überwinden und die europäische Willkommenskultur unterstützen.

So ließen sich die Ziele der Aumônerie für das Schuljahr 2015/ 2016 zusammenfassen, die sich darüber freute, dass sie immer mehr Unterstützung erfuhr.

Es blieb aber nicht nur bei den Zielen für jenes Schuljahr, sondern auch in den folgenden Jahren wird dieses Thema im Religionsunterricht  auf verschiedene Arten immer wieder aufgegriffen!

 

Photos liées à ce projet

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