29 mars 2019

Einen Tag lang in der Philharmonie – Erster Höhepunkt des Musik-Journalismus-Workshops

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Am Donnerstag, dem 28. März absolvierte die Klasse 4 GSN den dritten Teil – und somit einen ersten Höhepunkt – des Musik-Journalismus-Workshops in Kooperation mit der Philharmonie Luxembourg und Radiosender 100, 7.

Der Tag startete um 10 Uhr mit einer Probe zum am darauffolgenden Tag stattfindenden Konzert des Orchestre Philharmonique du Luxembourg (OPL), unter der Leitung des kanadischen Stardirigenten Bernard Labadie. Aufgeführt wurde Wolfgang A. Mozarts beeindruckende 40. Symphonie (g-moll I soll mineur I KV 550 I 1788). Die angehenden Jungjournalisten waren aber nicht nur wegen der Musik im Grand Auditorium, sondern sie hatten verschiedene Beobachtungsaufträge, um Informationen für die folgenden Interviews mit Musikern und Technikern zu sammeln. Es sollte sich zeigen, dass sie ihren Auftrag sehr ernst nahmen und daraus interessante Fragen entstanden.

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Nach dem Konzert ging es dann an die Arbeit: In einem Proberaum der Philharmonie arbeiteten die Jugendlichen zu ihren Interviewpartnern Fragen heraus, die sie in einem straff organisierten Zeitplan im Anschluss stellten.

Interviewpartner waren dabei neben dem Veranstaltungstechniker Tom Pütz, die Musiker des OPls Markus Brönnimann (Flöte), Dariusz Wisniewski (Kontrabass) und der Konzertmeister Haoxing Liang. Interviewer und Interviewte zogen sich zu den einzelnen ca. 10-minütigen Gesprächen in die Räumlichkeiten der Philharmonie zurück.

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Nach einer kleinen Verschnaufpause führte Léon Marx die Schüler durch für die Öffentlichkeit normalerweise verschlossene Winkel der Philharmonie. Die Jugendlichen fanden sich nach einer kurzen Liftfahrt 19 m über dem Konzertsaal im sogenannten Seilboden wieder. Hier erfuhren sie, dass die gesamte Decke im Saal aus beweglichen Elementen besteht und diese zwecks akustischer Gegebenheiten je nach Konzertsituation angepasst werden kann. Neben dem Seilboden folgten noch der Regieraum, die Anlagen der Heizungs- und Belüftungstechnik und der beweglichen Hebebühnen, jetzt 9 m unterhalb der Konzertbühne. Dabei ergaben sich interessante Einblicke hinter die Kulissen der Philharmonie.

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Nun war es an der Zeit, eine weitere Arbeitsphase einzulegen und die Fragen für das Interview mit dem Dirigenten Bernard Labadie vorzubereiten. Hier wurden u.a. auch die in der Probe gemachten Beobachtungen einbezogen. Der Proberaum wurde noch schnell für den Stargast hergerichtet, Steinway-Flügel und Stühle wurden in Stellung gebracht. Matthieu Drinkwater machte sich bereit, Labadie auf Englisch zu interviewen.

Und schon war der Moment gekommen, ein entspannter Dirigent wurde von Katherina Heubusch (Département Education) hereingeführt und nach einer kurzen Vorstellphase ging es dann schon an das eigentliche Interview. Matthieu stellte dem Dirigenten Fragen zur Biographie, zu musikalischen Vorlieben oder zu dessen Sicht auf das Können des OPLs. Das Interview können Sie in dem unten angegeben Link in der Mediathek von Radio 100,7 nachhören, denn es wurde am darauffolgenden Tag im Radio gesendet.

https://www.100komma7.lu/program/episode/245905/201903291440-201903291445?fbclid=IwAR3Da09ut_SxAKvdj-Z-TidTgtn4OLhMqq-DDNMSjg7R0wHYiZqQ4Fnq68E

Ein sehr spannender Tag ging in der Philharmonie ging zu Ende. An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Musikern und beim Stardirigenten Bernard Labadie, dass sie sich die Zeit genommen haben, uns als Interviewpartner Rede und Antwort zu stehen. Ein großer Dank gilt auch der Organisatorin vor Ort, Frau Katherina Heubusch von der Philharmonie und Luc Boentgen für seine Arbeit rund um die inhaltlichen und technischen Themen in der Vorbereitung auf die Interviews.

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Bernard Labadie genießt weltweite Anerkennung als einer der führenden Dirigenten barocken und klassischen Repertoires. Im September 2018 hat Labadie seine Tätigkeit als neuer Chefdirigent des in New York beheimateten Orchestra of Luke’s begonnen. Er ist regelmäßig bei allen großen Orchestern Nordamerikas zu Gast und hat in Europa in jüngster Zeit unter anderem mit dem Orchestre de Lyon, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin u.v.m. zusammen gearbeitet. Die kanadische Regierung ernannte Labadie in Anerkennung seiner Verdienste zum Officier of the Order of Canada, er bekleidet zudem den Rang eines Chevalier im Odre National du Québec.
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