2 décembre 2019

Ready4life : Der weltbekannte Multipercussionist Christoph Sietzen zu Gast in der Sainte-Sophie

Schlagzeug ist nicht gleich Schlagzeug ?!

Am Montag, den 2. Dezember 2019 konnten wir im Rahmen von Ready4life « Stars in der Sainte-Sophie » den Ausnahmekünstler Christoph Sietzen im Festsaal unserer Schule Willkommen heißen. Noch drei Tage zuvor gab Christoph Sietzen eine Uraufführung eines Werks für Klangwerk von Georg Friedrich Haas in der Philharmonie zum Besten, die internationales Medieninteresse hevor rief.

Am Montag Morgen trafen gegen 9 :30 ein mit Instrumenten vollgeladener LKW und eine Limousine auf dem Schulhof der Sainte-Sophie ein.

Ein gut gelaunter Christoph Sietzen stieg aus der Limousine aus. Er wurde zunächst in den Festsaal geführt, dessen Akkustik er unmittelbar prüfte und für gut deklarierte. Man könnte davon ausgehen, dass sich der auf den Weltbühnen arbeitende Sietzen bis zum Konzert in der Garderrobe bei Kaffee und Gebäck zurückzieht – weitgefehlt : Herr Sietzen nahm das Equipment in die Hand (darunter ein Marimba, eine Snare, Cajon, Ständerwerk und eine Djembé) und baute dieses persönlich auf.

Gegen 10 :20 Uhr füllte sich der Festsaal mit Schülern des Collège, des Lycée général und der luxemburgischen Grundschule und die zwei Moderatoren Martine Schmitz und Matthieu Drinkwater betraten die Bühne, um die Anwesenden zu begrüßen und Ihnen in einer kurzen Präsentation, eine Rückschau zu den vielen vergangenen Konzerten in der Sainte-Sophie zu geben und den Stargast des Tages vorzustellen.

Christoph Sietzen begann mit einem ruhigen verträumten Werk auf dem Marimba. Insgesamt vier Schlägel balancierte er über die Klangstäbe und entlockte damit dem Marimba einen zauberhaften Klangkosmos.

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Der Darbietung auf dem Marimba folgte eine Talkrunde, in der der Multipercussionist allgemeine Fragen zu seiner Biographie, zu Instrumenten und Musik sowie zum Leben als Profimusiker gestellt bekam.

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Hier konnte der Musiker den anwesenden Schülern konkrete Anregungen geben, wie man sich am besten auf eine Sache konzentrieren kann oder wie man mit Niederlagen am besten umgeht. Hier machte er deutlich, dass auch ihn die modernen Medien, das Smartphone oft von seiner Arbeit ablenken und er daher bei Proben oft nur ein einfaches « Nottelefon », ohne Zugang zum Internet, bei sich trägt.

Mit einer Improvisation rund um die kleine Trommel begeisterte er die Anwesenden. Er bewies, dass der Ausdruck « Schlagzeug » nicht berechtigt erscheint. Denn er spielte auf dem Rand (Rim) der Trommel, auf dem Holzkessel, dem Ständerwerk und sogar auf dem Bühnenboden und bewies, dass das Schlagzeugspiel eben nicht das « Schlagen » auf « Zeug » bedeutet, sondern das Schlagzeuger mit einfachsten Mitteln Musik zum Erklingen bringen können.

Nach einer weiteren Talkrunde und der Möglichkeit, spontane Fragen an den Künstler zu stellen, wurde der musikalische Vormittag mit einem Tango schwungvoll auf dem Marimba beendet und die Schülerinnen und Schüler konnten beschwingt mit dem ein oder anderen positven Impuls wieder ihre Klassenräume aufsuchen.

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An dieser Stelle danken wir herzlich dem Département Education der Philharmonie Luxembourg für das Möglichmachen dieses Konzertes. Zudem Danken wir auch allen Beteiligten, die zum Gelingen des Konzerts beigetragen haben, besonders unseren Talkmastern Martine und Matthieu. Dank gilt Christoph Sietzen, der einen Montag Morgen in einer Schule zu einem unvergesslichen gemacht hat.

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